Ein Hoch auf Ubuntu!

Ich überlege ernsthaft, ob ich den Titel des Blogs in irgendwas mit „Web Developer und Linux“ umbenenne. Hat jemand eine Idee?
Nun aber zum eigentlichen Thema. Ich habe heute meinen privaten Rechner auf das aktuelle Ubuntu 10.10 hochgezogen und möchte an dieser Stelle einfach mal DANKE sagen.

Wem ich danke? Canoncial und allen anderen Entwicklern! Für ein Betriebssystem, dass mich meine Arbeit schnell, einfach und effizient erledigen lässt und auch privat voll und ganz zufrieden stellt. Ich bin erst recht spät auf Linux umgestiegen. Mit Ubuntu 7.10 habe ich meinen Einstieg gefeiert. Damals war zu erkennen, dass WIndows XP langsam zu Grabe getragen wird und auch wenn mich dieses Microsoft Betriebssystem immer von vorne bis hinten zufrieden gestellt hat, sah die Zukunft mit Vista damals nicht so rosig aus. Dazu kamen viele Vorteile von Linux für mich, z.B. das Arbeiten mit der Shell und die vielen Dienste wie Rsync, SCP, usw. die ich richtig schätzen gelernt habe. Auf der Suche nach einer Linux-Distribution schaute ich mir Red Hat, Debian, Suse und Ubuntu näher an. Am Ende gefiel mir Ubuntu am besten. Warum? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich könnte mir jetzt irgendwas mit Aktualität, Community, Grundsatzgedanken, etc. aus den Fingern saugen, letzten Endes war’s wohl einfach das Bauchgefühl.
Der Einstieg war, wie oben bereits erwähnt, Ubuntu 7.10. Genauer gesagt war es ein Kubuntu 7.10, da mir die „Windowsnähe“ von Kubuntu am Anfang mehr zugesagt hat. Mit Ubuntu 8.04 änderte ich diese Meinung, seit dem bin ich treuer Gnome-Anhänger.

Wie es nun zu diesem Jubel-Eintrag kommt ist schnell gesagt. Ich habe nun also mein System auf Ubuntu 10.10 aktualisiert (erst ein Upgrade von 10.04 auf 10.10, dann eine Neuinstallation mit Formatierung & Co.) und freue mich tierisch über den sichtbaren Fortschritt dieser Distribution/des Betriebssystems. Ich habe mir mit dem eingebauten „Startmedien-Ersteller“ einen USB-Stick mit dem aktuellen Image erstellt, von dem ich installiert habe: total toll, ich muss keine CDs mehr verschwenden! Die neue Installationsroutine ist RICHTIG gut geworden, während er im Hintergrund schon installiert, wähle ich noch meinen Benutzernamen und andere Daten aus. DAS nenne ich mal Hintergrundarbeit. Das Software-Center installiert mir mit einer Warteschlange alle Programme, die ich mir in Windeseile zusammenklicke und macht einen hübschen und soliden Eindruck. Und dann die Programme und die Kompatibilität im Allgemeinen; es ist echt fantastisch. Während ich bei „meinen“ anfänglichen Versionen noch mit komischen Grafikkarten– oder WLAN-Treibern „nachfrickeln“ musste, geht heute alles von Hand. Egal, ob es mein Touchpad, meine eingebaute Webcam, Bluetooth oder WLAN ist; alles wird sofort erkannt und ich muss NICHTS mehr rumfriemeln. Ich habe nette und zeitgemäße Grafikeffekte und PulseAudio ist inzwischen auch nicht mehr der Buhmann unter den Audio-APIs sondern funktioniert mit allen Programmen out-of-the-box, egal, ob es sich dabei um Unreal Tournament 2004 oder Wine handelt. Klar, das sollte man von einem Betriebssystem im Jahr 2010 erwarten können, aber verdammt noch mal, ich spreche hier über ein kostenloses Betriebssystem, das den Gedanken von freier Software vertritt und fördert. Auch wenn ich selber mit dieser nerdigen Schwafelei über Open Source Software und der Wichtigkeit von freien Komponenten nicht viel am Hut habe, gefällt mir diese Sache doch einfach sehr gut. Ich habe meinen Schritt von Windows weg und in Richtung EINER anderen Alternative nie bereut. Wer weiß, vielleicht schreibe ich in zwei Jahren einen Artikel über MacOS, FreeBSD oder gar dem neuen Zauber-Windows. Das will ich niemals ausschließen und ich habe auch mein Herz nicht einem Ubuntu und auch keinem Linux verschrieben. Ich will das Betriebssystem benutzen, dass mich komfortabel meine Arbeit erledigen und meine Privatsachen umsetzen lässt. Und das kann Ubuntu im Moment sehr gut und dafür möchte ich allen beteiligten Personen danken. Danke!

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